Zwei neue Spiegelhäuser und ein dampfender Hot Pot

Zwei neue Spiegelhäuser und ein dampfender Hot Pot

Verfasst von Sif

Spie­gelglänzender und damp­fender Zuwachs - gemütlich und heiss

Die Tage flitzen an mir vorbei wie ein hype­r­ak­tiver Papa­gei­en­tau­cher auf Koffein, und schwups, schon ist Winter in Island. Höchste Zeit, dass ich endlich mal wieder mein Spiel­zeug zur Seite lege und euch etwas aus meinem rasanten Leben in Westis­land erzähle. In den letzten Wochen ist eine ganze Menge passiert hier. Und das High­light: Wir haben Zuwachs bekommen!
Nein, leider kein zweiter zuckersüsser Wuff-Kollege. Statt­dessen zwei neue Spie­gelhäuser. Jawohl, meine Zwei­beiner Esther und Pierre haben befunden, dass noch mehr Reisende im wilden Westen Islands glücklich gemacht werden sollten. Ich verstehe sie nicht so ganz, die zwei haben entweder ein Gedächtnis wie ein dementer Wikinger oder sie sind einfach verrückt. Kaum zu glauben, dass sie bereits vergessen haben, wie viel Stress und Durch­ein­ander das Feri­en­haus-Beschaf­fungs­pro­jekt beim ersten Mal verur­sacht hat. Und wie viel Nerven es gefressen hat. Auf jeden Fall mehr als ich Leckerli rein­hauen kann.

Aus zwei Hütten wurden vier. Mein Reich ist jetzt doppelt so gross.

Die beiden stürzten voller Elan wieder hinein in diesen Planungs-Strudel aus Mails, Tele­fonaten und Treffen mit allen möglichen Artge­nossen. Es begann ein Orga­ni­sa­tions-Wirrwar aus Finanz­be­schaf­fung, Baube­wil­li­gung, Feri­en­haus-Bestel­lung, Trans­port über Land und Meer sowie Hand­werker-Ballet für Strom, Wasser, Abwasser, Strasse und Funda­mente. Man würde meinen, dass es beim zweiten Mal flotter lief. Haha. Nein. Auch diesmal gab es Drama, Planänderungen, Verzögerungen und Geheule (nicht von mir, ich heule nur bei wahren Problemen wie Voll­mond).

Ein Beispiel: Nachdem der Last­wagen-Trans­port der Ferienhäuser von Finn­land bis Dänemark gut verlief, blieben sie dort im Hafen stecken. Die Weiter­reise per Schiff nach Island musste wegen heftiger Stürme auf der Nordsee mehr­mals verschoben werden. Mir einer Verspätung von knapp drei Wochen konnten sie schliess­lich lostu­ckern. Davon betroffen war die ganze weitere Logistik in Island und alles Mögliche musste mehr­fach nach hinten versetzt und neu koor­di­niert werden: Trans­port der Häuschen nach Búðardalur, Flug und Unter­kunft von Monteuren aus Finn­land, sämtliche isländischen Hand­werker, etc. Und nicht zuletzt: ohne Feri­en­haus keine Gäste.

Der Weg war lang - im wahrsten Sinn des Wortes. Die Reise der Spie­gelhäuser star­tete in Finn­land und endete in Búðardalur.

Aber wuff, die Hürden wurden eine um die andere übersprungen (oder umgemäht) und nach etwas mehr als einem halben Jahr nahmen die Häuschen anfangs Oktober an ihrem endgültigen Bestim­mungsort Platz. Strom und Wasser waren ratz­fatz einge­richtet, nur die Terrasse dauerte etwas länger. Aber wau, sieht die schick aus. Da würde ich sofort mein Näpfchen und mein Hunde­deck­chen drauf legen und die Meer­sicht bestaunen. Jeden­falls sind jetzt alle sehr erleich­tert und super froh, dass das Projekt geglückt ist.

Mystisch hoch vier.

Optisch sehen die zwei neuen Häuser fast exakt aus wie die ersten beiden. Das heisst, dass sie wieder diese gigan­ti­schen Spie­gel­glas-Fenster haben, durch die man das Meer beob­achten kann, als wäre man heim­li­cher Vogel­spion. Wer von aussen rein­schauen will, sieht nur sich selber und die Umge­bung gespie­gelt. Ich muss gestehen, mich verwirrt es immer noch irgendwie, mein felliges Eben­bild zu sehen...
Natürlich ist auch das riesige Dach­fenster über dem Bett wieder da, vor allem wegen der Nord­lichter und des unend­li­chen Ster­nen­meeres. Küche und Bad sind auch wieder drin, alles richtig wau.

Kuschelig warm mit spek­takulärer Aussicht.

Also nichts Neues? Doch! Ein gigan­ti­sches Extra, der Ober­kra­cher, das Mega-Upgrade, die Sensa­tion… Trom­mel­wirbel … Ich verrate es: Ein HOT POT!

Jawohl, bei einem der neuen Ferienhäuser können die Zwei­beiner jetzt im heissen Wasser sitzen, während sie die Meer­sicht, Sonnen­un­tergänge, Nord­lichter oder einfach nur die wilde Natur bewun­dern. Viel­leicht sogar mit einem Glas dieser roten Zauberflüssig­keit, die ich nie probieren darf. Ich glaube, sie nennen es „Wein“. Klingt inter­es­sant, riecht aber komisch.

Platz nehmen und die Aussicht geni­essen. Traum­haft!
Zu schön um wahr zu sein? Nicht in der Mystic Light Lodge: Heisser Pool, Meer, Berge und Nord­lichter.

Zum Schluss wollten Esther und Pierre die Umge­bung um die neuen Ferienhäuser und den Hot Pot noch hübsch machen, aber da war schon Winter und der Boden einge­froren. Tja, blöd, wenn man graben will und die Schaufel nur „klonk“ macht. Da kann selbst ich mit meinen magi­schen Pfoten nichts machen. Viel­leicht taut es sogar erst im Frühling wieder.

Was soll’s, Haupt­sache der Hot Pot ist einsatz­be­reit. Aber ratet mal, wer nicht rein darf? Ganz genau. ICH! Sowas von unge­recht ist das. Hund müsste man manchmal nicht sein! Wuff!

Sif
Chefin Unter­hal­tung
Mystic Light Lodge

Zuwachs in der Mystic Light Lodge

Zwei neue Spiegelhäuser und ein Hot Pot